
Jänner 2026. Die Verantwortlichen des öffentlich-rechtlichen Senders ohne relevante Funktion (kurz ORF) standen vor einem Rätsel. An drei aufeinanderfolgenden Wochen, jeweils donnerstags und freitags, dazu noch zur Prime Time, waren massive Einbrüche bei den Einschaltquoten zu verzeichnen. Der Grund für diese „Einbruchserie“ war schnell eruiert: An besagten Abenden bahnten sich wahre Besucherströme den Weg ins Alte Kino nach Rankweil, wo die Spechte das p. t. Publikum mit einer ornithologischen Leistungsschau (Codename: Opus VIII) beglückten.

An die tausend an politischem Kabarett Interessierte wurden Ohren- und Augenzeugen eines Programms, dessen Handlung nicht frei erfunden und Ähnlichkeiten mit handelnden Personen nicht zufällig sind. Obwohl wir uns teilweise wünschten, es wäre so. Angesichts der doch enormen Reichweite dieses Opus wird uns Spechten die Tragweite unseres Tuns erst jetzt so richtig bewusst. Und weil wir wissen, was sich gehört, bedanken wir uns bei allem und allen, die maßgeblich zu diesem Reichweitenerfolg beigetragen haben: Bei unseren Synapsen im Gehirn, die, wie wir festgestellt haben, immer noch einwandfrei, wenngleich ab 50 plus vielleicht um einen Tick langsamer funktionieren; bei allen Protagonisten und Protagonistinnen, die uns mit ausreichend Stoff, und zwar nicht im Sinne von illegalen Substanzen, versorgt haben und es vermutlich auch weiterhin tun werden; beim Team vom Alten Kino, das unserem konspirativen Treiben nicht nur tatenlos zusah, sondern es vielmehr noch unterstützte; bei unserem technisch versierten Bodenpersonal Martin Beck und Florian Willinger, die an den Schalthebeln des Tons und des Lichts eine Macht waren und dafür sorgten, dass wir uns akustisch nicht im Ton vergriffen und zumindest rein optisch Lichtgestalten darstellten.

Last but least geht der Dank der Spechte auch an ihr Publikum, das trotz der allgemein grassierenden Politikverdrossenheit ihnen und somit dem politischen Kabarett unverdrossen die Treue hält. Dass die Konkurrenz in diesem Genre gnadenlos ist, zeigte sich wenige Wochen nach der letzten Vorstellung, als die Realsatire in Form des Villacher Faschings, gefolgt vom politischen Aschermittwoch unbarmherzig zurückschlug.

Das kann für die Spechte nur eines heißen: Fortsetzung folgt….